Atemteste

Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind nicht so häufig als man selber vermutet. Meist ist dann bereits seit der Kindheit eine Abneigung vorhanden. Aber auch erworbene Formen von Nahrungsmittelunver-träglichkeiten können vorkommen. Nach einem starken Magen-Darm-Infekt können z.B. Milchprodukte in Einzelfällen bis zu 1/2 Jahr mit Beschwerden einhergehen.

Folgende Testmöglichkeiten helfen u.a. dieses zu klären:
  • Laktose-H2-Atemtest (Atemtest zum Nachweis einer Milchzuckerunverträglichkeit)
  • Fructose H2 Atemtest (Atemtest zum Nachweis einer Fruchtzuckerunverträglichkeit)
  • Sorbit H2 Atemtest (Atemtest zum Nachweis einer Sorbitunverträglichkeit)
  • Glucose-H2-Atemtest (Atemtest zum Nachweis einer bakteriellen Fehlbesiedelung des Dünndarmes)
  • Lactulose-Atemtest (Transitzeitbestimmung und Nachweis der 5 % der Bevölkerung, die für Atemteste nicht geeignet sind)
  • Laktoseintoleranz-Gentest

Durchführung:


Vorbereitung

Am Tag davor:
12 Stunden vor Beginn des Tests nicht essen, trinken, rauchen oder die Zähne putzen. Ein normales Abendessen und das anschließende Zähneputzen sind kein Problem.

Am Untersuchungstag:
Zu Hause bitte nüchtern bleiben (auch kein Zähneputzen oder ähnliches). In der Praxis wird dann zunächst in ein kleines Gerät geatmet. Dieses ist der erste Wert. (Pusten wie beim Alkoholtest). Ist der Wert kleiner als 20ppm, kann der Test beginnen.

Dann wird die TEST-Substanz in Wasser aufgelöst und getrunken. (Laktose 50g, Glukose: 80g, Fruktose 25g, Sorbit: 10g), das schmeckt alles in aller Regel süss.

In festgelegten Zeitabständen (abhängig vom Zucker) wird man zum Pusten gerufen und die Messwerte, als auch mögliche Beschwerden notiert. Der Test dauert ca. 2 Stunden. Ein positiver Test liegt vor, wenn der Atemtest eindeutig auf über 20ppm ansteigt.

Hinter dem Anstieg steht folgendes Geschehen. Werden die Zucker im Körper nicht gespalten oder aufgenommen, dann vergären Bakterien die Zucker und es entsteht Wasserstoff H2. Dieser wird dann in die Blutbahn aufgenommen und mit der Atmung ausgeatmet. Dieses begründet den Anstieg auf über 20 ppm (ppm - > parts per million)



13C-Harnstoff-Atemtest (Helicobacter-Atemtest)

Als Besonderheit gilt Atemtest zum Nachweis einer Helicobacterbesiedlung des Magens. Dieser ist anwendbar bei:
  • Z.n. Eradikationstherapie (mindestens 4 Wochen abgeschlossen)
  • Ausschluss einer Reinfektion bei gastroskopisch gesichertem Ulcus duodeni
  • bei Kindern zur Umgehung einer Spiegelung bei Ulkusverdacht durch Helicobacter
Testdurchführung:

Vor Untersuchungsbeginn sollte man mindestens 4 Stunden nüchtern sein.

Dann wird der "Basalwert" gewonnen:
 
Die Ausatemluft wird vollständig in den Beutel geatmet (um Alveolarluft zu erlangen muss ausgeatmet werden „bis es nicht mehr geht"). Ggf. wird dieses einmal wiederholt.

80 mg 13C-Harnstoff wird in 200 ml Apfel- oder Orangensaft vollständig aufgelöst. Das Glas Saft wird dann rasch getrunken.

Nach 30 Minuten wird der Stimulations-Werte in gleicher Art wie der Basalwert gewonnen.

Auswertung:

Die Helicobacterbakterien zersetzen mit ihrer "Urease" den Harnstoff und setzen damit den markierte Kohlenstoff (auch 13C genannt) frei. Damit lässt sich die Aktivität von den Bakterien und somit auch ihr Vorhandensein nachweisen.

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